Der Drache unterm Apfelbaum

«Oh Mist! Oh Missgeschick!», ruft der schusslige Zauberer Hibiskus. «Was ist denn los?», fragt Früchte Fuchs. Er pflanzt gerade einen Schneeballstrauch im Früchtegarten. «Hast du wieder deine eigene Nase verzaubert?»

«Schlimmer», murmelt Hibiskus, «ich zauberte so vor mich hin und dachte zufällig an Drachen und jetzt sitzt plötzlich einer unter unserem Apfelbaum und geht nicht mehr weg!» «Was, ein echter Drache?»

«Mit drei Köpfen! Es tut mir leid, jetzt gibt es nie wieder Apfelkuchen, denn Drachen bewachen immer alles ganz schrecklich!» «Keine Panik, das ist ein Fall für unseren Ritter Johannes Beere», ruft der Früchte Fuchs und telefoniert gleich mit dem Ritter. In seiner quietschenden silbernen Rüstung kommt Johannes angestapft. Er wird den Drachen besiegen und die Apfelernte retten. Er schleicht sich zum Baum, wo der Drache liegt und schläft, aber weil seine Rüstung so quietscht, wachen alle drei Köpfe auf und schauen ihn an. Da muss der Früchte Fuchs lachen. 

«Das ist ja noch ein Babydrache!» Winzige Flämmchen stehen auf der Nase des Drachens, der sehr über die silberne Rüstung staunt und über seine eigenen Beine purzelt. «Der ist ja niedlich», sagt Zauberer Hibiskus stolz, «den habe ICH gemacht!», und wedelt mit seinem Zauberstab herum. 

Da macht es «Poff!», und das Drachenbaby ist verschwunden. «Wie schade!», ruft der Zauberer. «Apfelernte gerettet!», scheppert Johannes Beere.